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Monitorstative selbstgemacht – eine einfache DIY-Lösung für euer Homestudio

Monitorstative MAL SELBSTGEMACHT: EINE EINFACHE DIY-LÖSUNG FÜR EUER HOMESTUDIO

Ihr habt euch bestimmt auch schon die Frage gestellt: Wie es denn eigentlich wäre, wenn ihr euch eure eigenen Monitorstative für euer Heimstudio bauen könntet?

Hier stelle ich euch einen einfachen und günstigen Lösungsansatz vor:

AUFGABE UND ANGEBOT

Zuerst solltet ihr wissen:

  • Monitorlautsprecher im (Heim-)Studio sollten in Kopfhöhe frei stehen.

Und dann wisst ihr natürlich auch:

  • Klar, da gibt es professionelle Monitorstative zu kaufen.

Vielleicht fragt ihr euch:

  • …und wenn das Geld knapp ist?
  • …oder das Wunschstativ ist gerade nicht lieferbar?

Genau hier setzt mein Lösungsansatz an:

BENÖTIGTE TEILE – DIE BEINE

Ein nordisches Möbelhaus verkauft verstellbare Tischbeine.

  • Sie laufen unter der Bezeichnung OLOV o.ä.
  • Sie sind zwischen 60 und 90cm Höhe einstellbar.
  • Der Flansch an der oberen Seite eignet sich, um unmittelbar eine kleine Stellplatte für den Monitor zu montieren.

BENÖTIGTE TEILE – DIE STELLPLATTE DES MONITORS

Hier holt ihr euch am besten im Baumarkt eures Vertrauens

  • eine dicke Multiplex-Platte
  • Deren Stärke und Grösse  orientiert ihr am Gewicht eurer Monitore.
  • Ihr könnt sie euch ggf. schon dort zuschneiden lassen.

TIPP

Achtet darauf, dass die flächenmäßige Größe der Stellplatte mindestens so gross ist wie die Grundfläche eurer Monitore.

BENÖTIGTE TEILE – DER FUSS DES STATIVS

Für die Herstellung der Füsse eures Monitorstativs ist wiederum

  • eine Multiplex-Platte die richtige Wahl:
  • Weil sie stabil ist und sich nicht verzieht.

Bei der Dimensionierung der Füsse ist wichtig, dass deren

  • Form und Größe so sind,
  • dass eure Stative nach Möglichkeit nicht kippen können.

Es gibt da die Form des Rundtellers oder eine Dreiecksform.

Letztere habe ich hier angewendet, da sie durch gerade Sägeschnitte einfach herzustellen ist.

Sie ist einfacher herzustellen als eine Rundform. Diese hätte ich aufwändiger verrunden und verschleifen müssen.

Als Fussgestell habe ich demzufolge einfach eine dreieckige Platte aus Multiplex ausgesägt.

Dann habe ich zwei Lagen Multiplex aufeinander gelegt.

In deren Dreiecksschwerpunkt habe ich ein Loch gesägt, das ich passend zum Durchmesser des Fusses dimensioniert habe.

KIPPSICHERHEIT

Wichtig:

Die Grösse der Füsse, und damit die Kippsicherheit eures Stativs, haben immer etwas

  • mit der Stativhöhe,
  • der Beschaffenheit und Grösse eurer Monitore,
  • der Standfläche eurer Monitore,
  • dem Gewicht eurer Monitore zu tun.

Macht also einen Kipptest ohne etwas auf das Stativ zu stellen.

So bekommt ihr einen Eindruck davon, ob und ab wann euer Stativ mit eurer gewählten Fussgrösse zu kippen beginnt.

TIPP

Oft haben Monitore eine glatt lackierte Oberfläche und neigen dadurch zum Rutschen auf glatten Oberflächen:

Das könnt ihr verhindern, indem ihr einfach eine entsprechend zugeschnittene Matte

  • aus dünnem Mosgummi,
  • ab etwa 3mm Stärke im Fachhandel erhältlich,

zwischen Monitor und Stellplatte unterlegt, oder

  • Silikonfüsschen

verwendet.

Der akustisch angenehme Nebeneffekt dieser Maßnahme ist auch eine gewisse

  • mechanische Entkoppelung des Monitors von seiner Standfläche
  • und infolge von dessen Stellgrund, wie z.B. dem Zimmerboden.

Wichtig:

Ggf. müsst ihr auf die

  • chemische Verträglichkeit der Oberflächen mit dem hier empfohlenen Zubehör achten.

AUSSERDEM WICHTIG

Da ich euch hier generelle Tipps zur prinzipiell einfachen DIY – Anfertigung von Monitorstativen gebe, kann für eventuelle Schäden aus deren eurerseitigen Umsetzung keinerlei Haftung übernommen werden.

ZUSAMMENBAU DER KOMPONENTEN zum Stativ

Nachdem ihr euch für den Zusammenbau eines Stativs

  • eine Stellplatte,
  • ein Bein und
  • ein Fusselement

griffbereit zurechtgelegt habt, könnt ihr mit entsprechend starken und lang ausgewählten Holzschrauben die

  • Stellplatte an den Flansch des Beins fest anschrauben.

Danach könnt ihr

  • das Beinende leicht anschmirgeln und mit 2K-Kleber satt in das ausgesägte Loch des Fusselements einkleben.

Fertig ist ein Stativ für ganze 10 Euro.

TIPP

Die Länge der Schrauben wählt ihr am besten so aus, dass deren Gewinde ab Schraubenkopfende die Stärke der Stellplatte nicht überragt.

Überlange Schrauben ragen euch sonst evtl. aus der Stellplatte heraus.

Sie führen an deren Oberfläche zu Abplatzern und können die Unterseite eurer Monitore beschädigen.

RESULTAT

Meine DIY-Monitorstative tragen bequem und kippsicher meine Yamahas in ca. 80cm Höhe.

Und weil´s so gut ging, habe ich gleich zwei weitere Stative gebaut!

ZUSÄTZLICH GESAGT

Leider ist das Foto nicht ganz farbgetreu: die Muliplex-Platten sind schwarz, genauso wie die Tischbeine.

Macht nichts. Ihr wisst ja jetzt worum’s hier geht.

Bei den mittleren beiden Stativen habe ich Reste einer Arbeitsplatte als Fuss verwendet und eine ringförmige Verstärkung zur Aufnahme des Rohres aufgedoppelt.

Wie ihr seht könnt ihr natürlich auch beim Material variieren.

So flexibel ist DIY…

 

Ich wünsche euch viel Spass beim Nachbauen!

 

 

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